FAQ
Unsere Antworten zu euren häufigsten Fragen
1. Allgemeines zur Chiropraktik
Chiropraktik ist eine manuelle Heilmethode, die sich auf die Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates konzentriert – insbesondere der Wirbelsäule. Ziel ist es, das Nervensystem zu entlasten, Beweglichkeit wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Chiropraktik kann bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen, zum Beispiel:
- Rückenschmerzen, Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfälle
- Nacken- und Schulterschmerzen, Schleudertrauma
- Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus
- Sportverletzungen (z. B. Knie, Schulter, Handgelenk)
- Verdauungsprobleme, Asthma, ADHS, Schlafstörungen
- Beschwerden bei Säuglingen (z. B. nach schwieriger Geburt)
- Chiropraktor: Hat ein 4–6-jähriges, internationales Vollzeitstudium (über 5.000 Ausbildungsstunden) absolviert.
- Chiropraktiker: Heilpraktiker mit Zusatzausbildung in Chiropraktik; Ausbildungsdauer in Deutschland nicht einheitlich geregelt.
- Osteopath: Arbeitet ganzheitlich, mit sanfteren, meist faszialen Techniken, die auch innere Organe einbeziehen.
Unterschiede zwischen Chiropraktor, Chiropraktiker und Osteopath
Übrigens: In Deutschland sind die Berufsbezeichnungen nicht geschützt – informiere dich daher vor einer Behandlung über die Ausbildung des Behandlers.
2. Ablauf und Vorbereitung
In der Regel erhältst du bei uns kurzfristig einen Termin – meist innerhalb von 24 Stunden. Bei akuten Beschwerden oder Notfällen bemühen wir uns um einen Termin noch am selben Tag.
Bitte bringe vorhandene Röntgenbilder, MRT- oder CT-Aufnahmen mit, falls vorhanden. Sie helfen uns, deine Situation besser einzuschätzen. Notwendig sind sie aber nicht.
Für die Erstuntersuchung ist es notwendig, dass du dich bis auf die Unterwäsche entkleidest, damit wir Haltung und Wirbelsäule genau beurteilen können. Bei Folgeterminen reicht bequeme Alltagskleidung, in der du dich frei bewegen kannst.
Ja. Der Anamnesebogen ist Voraussetzung für die Behandlung. Du kannst ihn bequem online vorab ausfüllen. Falls das nicht möglich ist, bitten wir dich, 20 Minuten vor Terminbeginn zu erscheinen, um ihn vor Ort auszufüllen.
- Ersttermin inkl. Untersuchung: ca. 30 Minuten
- Folgetermine: ca. 10 Minuten
3. Die Behandlung
Normalerweise ist eine Justierung schmerzfrei. Nur bei akuten Entzündungen oder stark gereizten Nerven kann es kurzzeitig zu leichten Schmerzen kommen – meist geringer, als erwartet.
Das bekannte Knacken nennt man Cavitation. Es entsteht, wenn beim Öffnen eines Gelenks kurzfristig ein Unterdruck entsteht und gelöste Gase in der Gelenkflüssigkeit freigesetzt werden.
Übrigens: Das Geräusch ist völlig harmlos und nicht notwendig, damit die Justierung wirkt.
Nein. Chiropraktische Justierungen erfolgen präzise innerhalb des natürlichen Bewegungsradius eines Gelenks. Es kommt weder zu Überdehnungen noch zu Instabilitäten.
Kurzzeitig kann es zu leichtem Muskelkater, Müdigkeit oder einem „Zuggefühl“ kommen. Diese Reaktionen sind normal und klingen meist innerhalb eines Tages ab.
4. Medizinische und organisatorische Fragen
Ja, Chiropraktik ist bei qualifizierten Behandlern sehr sicher. Gelegentlich können leichte Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen auftreten. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind äußerst selten.
Ja. Chiropraktische Justierungen können die Wirbelsäule entlasten, Nervenreizungen reduzieren und Schmerzen lindern. Lies dazu auch unseren Blogbeitrag zum Thema Bandscheibenvorfall
- Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen für Heilpraktikerleistungen übernehmen in der Regel die Kosten.
- Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht, es sei denn, du hast eine entsprechende Zusatzversicherung.
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).
Nein, du kannst direkt und ohne Überweisung einen Termin vereinbaren.
Das ist individuell verschieden. Manche Patienten spüren bereits nach wenigen Sitzungen deutliche Verbesserungen.
In der Regel gilt:
- Akute Beschwerden: 3–5 Sitzungen
- Chronische Beschwerden oder Prävention: längere oder regelmäßige Betreuung
Der Chiropraktor erstellt mit dir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan.
5. Allgemeine Fragen
Ja, die Kombination aus Chiropraktik, Physiotherapie oder Osteopathie ist häufig sehr sinnvoll, um Beweglichkeit, Muskelkraft und Stabilität zu verbessern.
In der Regel ja. Achte auf das Körpergefühl und vermeide Überlastungen direkt nach der Justierung. Leichte Bewegung (Spaziergang, Dehnen) ist meist förderlich.
Ja, sanfte chiropraktische Techniken sind auch während der Schwangerschaft sicher und können helfen, Rückenschmerzen, Ischias oder Beckenbeschwerden zu lindern. Viele Schwangere berichten über mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden.
Ja, besonders nach einer schweren Geburt oder bei Stillproblemen, Schiefhals, Koliken oder Entwicklungsverzögerungen. Die Techniken sind besonders sanft und angepasst an das Kind.
Mehr dazu in unserem Beitrag: Chiropraktik für Babys
Chiropraktik eignet sich für jedes Alter: vom Säugling bis zum Senior. Die Technik wird individuell angepasst. Weitere Informationen zu: Wen behandeln wir.
Ein Besuch ist sinnvoll bei:
- Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen
- Gelenkbeschwerden, Ischias, Bandscheibenproblemen
- Schleudertrauma, Schwindel, Tinnitus
- Präventiv zur Erhaltung der Beweglichkeit und Körperbalance
Ja! Eine Justierung vor längeren Fahrten oder Flügen kann helfen, Verspannungen vorzubeugen und mit mehr Leichtigkeit in den Urlaub zu starten.










