Schlaganfall

Sind chiropraktische Behandlungen an der HWS gefährlich, insbesondere in Hinblick auf das Risiko, einen Schlaganfall erleiden zu können?

Wenn die Behandlung durch fachkundige Hände ausgeführt wird, ist die Behandlung völlig unbedenklich!

 
 

Welche Gefahren/Risiken bestehen bei der chiropraktischen Behandlung an der HWS?

Hinsichtlich eines Schlaganfalls bestehen keine Risiken. Ansonsten kann es hin und wieder (ca. 10 – 15% der Patienten) zu einer kurzfristigen Erstverschlechterung z.B. in Form von Kopfschmerzen kommen, was aber völlig normal und medizinisch absolut unbedenklich ist.

 
 

In welchen Zusammenhang steht eine chiropraktische Behandlung mit der Auslösung eines Schlaganfalls?

Die neuesten Forschungen belegen, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen einer chiropraktischen Behandlung und einem Schlaganfall gibt! Die Zahlen belegen, dass Schlaganfälle genau so häufig bzw. selten in Arztpraxen wie beim Chiropraktor passieren können. An dieser Stelle möchte ich außerdem erwähnen, dass mir aus meinem gesamten Chiropraktoren-Umfeld seit Beginn meiner Ausbildung im Jahr 1993 nicht ein einziger Fall bekannt wurde, bei dem tatsächlich nach einer Behandlung zu einem Schlaganfall kam.

 
 

Wie groß ist das Risiko, nach einer chiropraktischen Behandlung einen Schlaganfall zu erleiden?

Das Risiko ist so gering, dass es nicht messbar ist. An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die Nebenwirkungen der gängigen Medikamente wie Ibuprofen (NSAIDS) oder Aspirin durchaus messbar sind und das Risiko, durch die Medikamenten-Einnahme ernsthafte gesundheitliche Schäden davonzutragen, erheblich größer ist!

 
 

Was muss bei der Behandlung an der HWS beachtet werden?

Wenn nach einer gründlichen Anamnese und Untersuchung nichts gegen eine Behandlung spricht, muss die Justierung spezifisch, gezielt und möglichst ohne Rotation ausgeführt werden. So wird verhindert, dass die Adern und Nervenwurzeln komprimiert und/oder gedehnt werden, damit die Behandlung für den Patienten so angenehm wie möglich wird.

 
 

Woran erkenne ich als Patient einen „guten" Chiropraktoren/Chiropraktiker?

An der Ausbildung! Chiropraktoren haben alle ein reguläres Universitätsstudium der Allgemeinmedizin (im Ausland) sowie zusätzliche Fächer ausschließlich die Chiropraktik betreffend und anschließend ein Praxisjahr absolviert, bevor sie fertig ausgebildet sind. Zum Vergleich: In Deutschland reichen bereits Wochenend-Kurse, da Chiropraktiker bzw. Heilpraktiker hier keine staatlich anerkannten Berufe sind. Es ist lediglich eine offizielle Erlaubnis erforderlich, Ausbildungsvoraussetzungen gibt es nicht. Und damit keine Missverständnisse entstehen: Bei fachkundig angewendeter Chiropraktik handelt es sich NICHT um eine medizinische Alternativmethode. Nach der Zahn- und Allgemeinmedizin macht die Chiropraktik in der westlichen Welt den drittgrößten medizinischen Bereich aus. Umso verwunderlicher, dass in Deutschland bislang nicht eine Universität diese Ausbildung anbietet.

 
 

Gibt es Risikopatienten, die nicht an der HWS behandelt werden sollten? Und wenn ja, warum nicht?

Zu den sehr wenigen Risikopatienten zählen diejenigen, bei denen eine Vorschädigung der Wirbelschlagader vorliegt.

 
 

Woran erkennt die behandelnde Person einen Risikopatienten? Wie hoch ist die Gefahr eines Schlaganfalls, wenn der Chiropraktor nicht weißt, dass es sich um einen Risikopatienten handelt?

Wenn die Kopfschmerzen „heftiger als je zuvor" beschrieben werden (mit einer „10" auf einen VAS-Skala von 0-10) oder kombiniert sind mit anderen Symptomen wie Sprachausfall, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Augenstörungen oder Koordinationsstörungen, würde ich eine kurze neurologische Untersuchung durchführen und die Patienten abhängig von den Ergebnissen ins Krankenhaus oder zu einem Neurologen überweisen.

 
 

Kann durch eine „falsche" Behandlung, z.B. die Sauerstoffversorgung / Blutversorgung des Gehirns gestört bzw. unterbrochen werden?

Durch eine Behandlung, die nicht fachkundig ausgeführt wird, erhöht sich der Stressfaktor für die Gefäße und Nerven, was für den Patienten sehr unangenehm und schmerzhaft sein kann.

 
 

Ist das laute Knacken gefährlich bzw. was geschieht beim Knacken?

Nein, das Knacken ist nicht gefährlich und ist nur sekundär zu der Behandlung. Durch die Druckänderungen bei der Justierung entstehen kleine Gasblasen in der Gelenkflüssigkeit und diese lösen das Geräusch aus - wie wenn man eine Flasche Selters oder Champagner aufmacht.

 
 
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